sonus mundi

sonus mundi – mixed

 

ENSEMBLE SONUS MUNDI

Foto: Günter Linke

Der Begriff Welt meint ursprünglich Zeit des Menschen, und Zeit ist eine unentbehrliche Komponente bei der Entstehung von Schwingung – Grundlage des Klangs und einer Menge weiterer Phänomene.


Klang (in) der Welt ist also immer direkt auf den Menschen und die Möglichkeiten seiner Wahrnehmung bezogen und somit ideales Medium der Kommunikation zwischen Akteuren und Publikum.


Zeit und Raum sind jedoch als Phänomene untrennbar miteinander verbunden, möglicherweise synonym. Deshalb widmet sich das ENSEMBLE SONUS MUNDI mit Vorliebe der Klangarbeit in markanten Raumsituationen wie z.B. natürlichen und künstlichen Höhlen, Tempelbauten, Monumenten und wasserlosen Schwimmbecken. Hier ist es möglich, durch profunde Ausnutzung der vorgefundenen Begrenzungen faszinierende Wirkungen zu entfalten. Alle Beteiligten konnten während ihrer bisherigen Arbeit auf diesem Gebiet schon umfassende Erfahrungen sammeln, die sie inspiriert in das gemeinsame Projekt einbringen.


Im Programm gibt es abwechselnd Einzel- und Kollektivdarbietungen. So potenzieren sich Klangsinn, Virtuosität und Begeisterung bei jeder Aufführung auf neue, unerhörte Weise!

 

Resonanz
Wavedrum DiX & Kosmosklang Pina Rücker

Foto: Elke Zieschang

 

Duo Dong Dix

Foto: Oswald Zhu

Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in den unterschiedlichsten kulturellen Zusammenhängen gemacht wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.

Das aktuelle Programm des Duos Dong Dix beinhaltet Duo-Improvisationen, Soli sowie zeitlose Texte chinesischer und deutscher Autoren.

>> ausführliche Informationen

 

Trio Zhuangzi

Foto: Thoralf Winkler

Die Freude der Fische


Klingendes Dao zwischen Leipzig und Shanghai


Zhuangzi und Huizi gelangten beim Spazierengehen auf die Brücke, die über den Hao-Fluß führt. Zhuangzi sprach: „Wie die Fische hochspringen und umhertollen – das ist die Freude der Fische.“ Huizi sprach: „Du bist kein Fisch, woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?“ Zhuangzi sprach: „Du fragst: ‘Woher weißt du, woran sich die Fische erfreuen?’, dabei weißt du schon, daß ich es weiß und du fragst mich trotzdem; ich weiß es, indem ich hier am Hao-Fluß stehe und sie sehe.“



Duo Dong Dix


Das Duo Dong Dix improvisiert auf Grundlage vielfältiger musikalischer Erfahrungen, die von den beiden Solisten in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen gesammelt wurden. Durch freies Spiel mit vielgestaltigem Material entsteht echte Synthese.


Ya Dong (Pipa) geboren und aufgewachsen in Shanghai, lebt seit vielen Jahren in Leipzig. Sie ist international anerkannte Konzertsolistin auf der Pipa, der chinesischen Kurzhalslaute. Von 1979 bis 1983 studierte Dong Ya an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Neben der meisterhaften Interpretation des traditionellen und zeitgenössischen Repertoires widmet sich Ya Dong mit großer Freude der Improvisation.

www.yadongpipa.de


Wolfram Dix (Perkussion) arbeitet im Bereich von I-Musik, Jazz und orchestralen Projekten. Im Zusammenspiel mit anderen Musikern ist es ihm ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen. Dabei geht es ihm weniger um die Entwicklung eines Personalstils als vielmehr um Anreicherung des klingenden Augenblicks. Dix spielt nur, was sich nicht von selbst versteht, was also gespielt werden muss.

www.wolframdix.com

Viktor Kalinke (Rezitation)


Der Dichter und Übersetzer Viktor Kalinke befaßt sich seit 1988 mit daoistischer Philosophie und deren Übersetzung ins Deutsche. Hier spricht er Auszüge aus seinen Übersetzungen des Zhuangzi und des Laozi.


geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing, Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig. www.leipzigerliteraturverlag.de
Zhuangzi (Text)


Das Buch Zhuangzi gilt als die "Bibel des Daoismus": allegorischer, gleichnishafter Stil, schillernde Erzählprosa, auf die philosophische Spitze getriebene Dialoge. Martin Buber, Hermann Hesse, Martin Heidegger – um nur einige zu nennen – öffneten ihre philosophischen Systeme und ihr literarisches Schreiben diesem anspruchsvollsten Autor des alten China. Trotz seines ehrwürdigen Alters und dank seiner „Häutungen“ in über 500 Kommentaren ist dieses Buch von erstaunlicher, auch den Westen betreffender Aktualität. Der über China hinaus bekannte Maler, Kalligraph und Kommentator Lin Xiyi 林系逸 (1210-1273) verdeutlichte den Rang des Zhuangzi mit folgenden Worten: „Dieses Buch muß man gelesen haben und es ist zugleich das am schwierigsten zu lesende Buch.“ Der heute in Hongkong lehrende Zhuangziforscher Liu Xiaogan stellte fest: „Von allen bedeutenden Werken des alten China nährt das Buch Zhuangzi den Geist auf die faszinierendste, poetischste und vielfältigste Weise.“


Im Tagesspiegel vom 5. Januar 2018 besprach Gregor Dotzauer Viktor Kalinkes jüngst erschienene Übersetzung wie folgt: „Von daher ist es nicht genug zu rühmen, dass soeben das erste vollständige, direkt aus dem Chinesischen übersetzte Zhuangzi erschienen ist. In einem sieben Jahre währenden Marathon hat Viktor Kalinke das Werk auf fast 900 Seiten eingeleitet, in ein zeitgemäß präzises Deutsch gebracht und kommentiert. Und siehe da: Richard Wilhelms Patina ist weg ... Auch des Chinesischen Unkundige bekommen so eine Ahnung von der Auslegungsbreite des Texts.“


Zhuangzi war ein Mann aus Meng (heutiges Anhui), sein Rufname war Zhou. Er bekleidete in Meng ein Amt im Lackgarten (Qiyuan) und war ein Zeitgenosse von König Hui von Liang (r. 369-335) und König Xuan von Qi (r. 369-301). Es gab kein Gebiet, auf dem er sich nicht auskannte, in der Hauptsache aber berief er sich auf die Sprüche von Laozi. So schrieb er ein Buch mit mehr als 100’000 Wörtern, die überwiegend Gleichnisse darstellen. Er war ein begnadeter Dichter und Wortkünstler, schilderte Tatsachen und entdeckte Zusammenhänge; selbst die größten Gelehrten seiner Zeit vermochten es nicht, ihn zu widerlegen. Die Worte flossen und sprudelten aus ihm hervor und trafen unvermittelt den Kern. (aus: Biographie des Zhuangzi von Sima Qian, Historiker am Hof der Westlichen Han-Dynastie, 2. Jahrhundert v.u.Z.)

 

Dong Dix König

Foto: LeipJAZZig

Eine musikalische Reise von Leipzig nach Shanghai und zurück – mit Stationen in Europa, Asien und Amerika. Die Pipa ist eine chinesische Laute, sie wurde dort als höfisches Instrument schon vor mehr als 2000 Jahren gespielt und wird von altersher „Königin der chinesischen Instrumente“ genannt. Ya Dong entlockt der Pipa in dieser Trio-Konstellation auch jazzige Töne. 


Ya Dong (China) – Pipa 
Stephan König – Klavier 
Wolfram Dix – Perkussion


Ya Dong wurde in der chinesischen Millionenstadt Shanghai geboren. Seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Pipa. Ihr erster Lehrer war der Pipa-Meister Gu Yugeng. Mit 13 Jahren gab sie ihr erstes Solokonzert. Von 1979 bis 1983 studierte Ya Dong an der Musikhochschule Shanghai beim Pipa-Meister Ye Xuran. Wegen ihres außergewöhnlichen Talentes wurde sie vom “Pipa-Papst“ Wei Zhongle als letzte Schülerin (Guan-Men-Di-Zi) aufgenommen. Noch während des Studiums gewann sie im Jahr 1982 den allerersten nationalen Wettbewerb für chinesische Instrumente und wurde vom zentralen Kulturministerium mit dem Nationalpreis für “Pipa-Solo, Solisten auf chinesischen Instrumenten” ausgezeichnet.

www.yadongpipa.de | www.st-koenig.de   

 

Flowing Spheres

Foto: LeipJAZZig

Musik, auch im Wasser, drunter und drüber …


Frank Braun Trompete, Flügelhorn, FX
Wolfram Dix Percussion, Wave Drum, FX


Frank Braun entstammt einem sehr alten Tongeschlecht, wuchs mit dominanten Septen auf und vermag sich parallel von Quint-Essenz zu ernähren. Seit Pausen auch Musik sind, liebt er kleine und große Sekunden. Musik ist ein schönes Land und sein Trompetenspiel für ihn die Hauptstadt.


Wolfram Dix entschleiert seit einigen Dekaden den verborgenen Zusammenklang antagonistischer Strukturen mittels heilsamer Rhythmen. Mit Drumset, Holztrommeln, Rahmentrommeln, Bongos und Wavedrum bringt er sich freudig in improvisatorische Zusammenhänge ein.


Nach ersten musikalischen Begegnungen in „Thoms Jazzkeller“ und dem Macherner „Heimatl.“ setzten sie ihre Zusammenarbeit Ende der 90er-Jahre in Königs „LeipJAZZig-Orkester“ fort, um sich dann nach einer längeren Pause 2014 in Schleußig wieder zu begegnen. Künstlerisch gereift begannen sie nun mit der Arbeit an einem neuen gemeinsamen Konzept, welches Rhythmus, Melodie und Klangeffekte zu einem stetigen Strom mit imaginativer Wucht vereint. Im Duo, aber auch in Zusammenarbeit mit Schriftstellern, Tänzern und visuellen Künsten entsteht so ein akustisch fein ziseliertes Abbild einer verträumten Zauberwelt, welche das Publikum sowohl in größeren Sälen als auch in kleineren Klubs regelmäßig in seinen Bann zieht. Seit kurzem erforscht das Duo die Wirkung des Klangflusses unterhalb der Wasseroberfläche. Die aktuellen Ergebnisse dieser Arbeit werden demnächst veröffentlicht.


 

Tief Blau G. S.

Foto: LeipJAZZig

Seit der Antike gibt es direkte und indirekte Überlieferungen, die sich mit der Existenz des größten Säugetiers unseres Planeten beschäftigen. Der Wal beschäftigt den Menschen nicht nur als Jagdbeute, sondern ebenso als bestaunenswertes und gewaltiges Wesen. In Forschung und Mythologie begegnet uns diese hochintelligente Gattung gleichermaßen als Ressource als auch als Verwandtschaft. Besonders die hoch entwickelten Kommunikationsstrukturen dieser Meeressäuger beschäftigten schon Legionen von Wissenschaftlern, und hier findet sich auch der Ansatz des Ensembles.


Im aktuellen Projekt werden Originaltöne und literarische Sequenzen mit Improvisierter Konzeptmusik zu einer zeitgemäßen Collage verwoben, die unsere Sicht auf die Existenz dieser ungewöhnlichen Tiere erweitert. Teilweise verfremdete Sprachanteile und visuelle Effekte kommen dabei als gleichbedeutende Ausdrucksmittel zum Einsatz.


Den vier Künstlern ist es ein großes Anliegen, scheinbar existierende Grenzen zwischen einzelnen Kunstgattungen durchlässig zu machen und auf diese Weise manche bisher als unvereinbar betrachtete Ausdrucksweisen zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen.


Wolfram Dix – Perkussion, Klang, Konzeption

Frank Braun – Trompete, Live-Elektronik

Radjo Monk – Stimme, Texte, Video, Konzeption

Oliver Kurth – Audio-Effekte, visuelle Effekte

 

Werkstatt für Freiheit

wolfram dix


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